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Worauf es bei perfekten Thumbnails ankommt und wie Sie typische Fehler vermeiden

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Ein gut erstellter Thumbnail macht in dem Moment, in dem sich die Nutzer durch die Videos klicken, den entscheidenden Unterscheid, ob sie Ihr Video schauen oder ein anderes. Man betrachtet die Video-Thumbnails als eine Erste Zusammenfassung oder Inhaltsangabe, deren Vorteile aber viele nicht zu nutzen wissen.

Nach viel harter Arbeit hat YouTube vor Kurzem verkündet, dass ein neuer Algorithmus zur automatischen Erkennung gut geeigneter Thumbnails kurz vor der Implementierung steht. Das neue Feature vergleicht die Qualität der einzelnen Videoframes und schlägt automatsich Bilder vor, die am besten zum Thumbnail taugen. Das ist an sich ein sehr hilfreiches Tool, erreicht aber nicht den Effekt, den ein selbst erstellter, individueller Thumbnail zu erreichen im Stande ist. Hier erfahren Sie die Tipps, an die Sie sich bei der Erstellung dieser äußerst wichtigen Bilder halten sollten.

Tipp #1: Nutzen Sie geeignete Farben

Je heller und leuchtender Ihre Farbwahl ausfällt, desto deutlicher wird Ihr Thumbnail letztendlich aus der breiten Masse herausstechen. Hierbei müssen Sie allerdings sehr darauf achten, dass Sie mit der Farbmixtur und –Menge nicht übertreiben, um zu vermeiden, dass Ihr Thumbnail gekünstelt und billig wirkt. Verwenden Sie gerade so viel, dass Ihr Thumbnail sich von den restlichen Videos abhebt. Dazu reicht es manchmal aus, das ausgewählte Bild in dem Grafikprogramm Ihrer Wahl etwas mit dem Kontrastregler zu bearbeiten. Außerdem können Sie durch eine einfache Verschärfung der Kanten einen ähnlich aufsehenerregenden Effekt erzielen.

Tipp #2: Geben Sie Ihrem Thumbnail ein Gesicht

Und zwar im wörtlichen Sinne. Nahaufnahmen eignen sich am aller Besten. Durch das Miteinbeziehen eines menschlichen Gesichts wird Ihr Thumbnail auffälliger – egal auf welchem Endgerät und in welcher Größe es angezeigt wird. Auch emotionsgeladene Augenpaare sind für die Zuschauer von großer Anziehungskraft. Schließlich regen die gezeigten Emotionen die Leute dazu an, das Video anzusehen, um herauszufinden, was genau diese Emotion ausgelöst hat.

Tipp #3: Drücken Sie Ihr Branding auf den Thumbnail

Um Ihrem Thumbnail mehr Konsistenz anzuheften, empfiehlt es sich, Ihr Logo oder Markenzeichen bereits hier mit einzuarbeiten. Verwenden Sie ruhig deutliche Farben, denn dadurch hebt sich Ihr Video wiederum von den Restlichen ab. Wenn Sie beispielsweise Videos mit verschiedenen inhaltlichen Themen anbieten, sollten Sie jeweils verschiedene Farben führ Ihr Branding nutzen, um den Nutzern die Themenwahl zusätzlich zu erleichtern. Dadurch fühlen sich Ihre Zuschauer bei der Videosuche unterstützt und bauen direkt eine Sympathie zu Ihrem Channel auf.

Tipp #4: Verwenden Sie Text

Es kann immer nützlich sein, dem Thumbnail eine erzählende Ergänzung zu gönnen. Vor allem dann, wenn das ausgewählte Bild nicht auf den ersten Blick klar werden lässt, worum es in Ihrem Clip gehen wird. Den Titel des Videos oder einige der relevantesten Keywords einzufügen, kann bereits ausreichen, um bei den Zuschauern zusätzliches Interesse zu wecken. Passen Sie hier lediglich auf, dass Sie Ihr Bild nicht zu sehr mit Text verdecken aber ihn dennoch so skaliert lassen, dass er auf allen Endgeräten noch lesbar ist.

Tipp #5: Testen Sie Ihre Ideen

Die ertragreichste Möglichkeit, Ihre Thumbnails auszuprobieren, ist ein simples A/B-Testverfahren. Da YouTube von Haus aus noch kein Tool für diese Vorgehensweise anbietet, können Sie sich hier mit TubeBuddy oder ähnlichen Programmen behelfen. Wenn Sie diesen A/B-Test detailliert durchplanen, kann er Ihnen gut dabei helfen, Ihre Channel-Performance in kurzer Zeit zu steigern. Schrecken Sie auf jeden Fall nicht davor zurück, Ihre Thumbnails auszustauschen, wenn Ihnen deren Ergebnisse nicht zusagen.

Wie bereits in vorrangegangenen Artikeln erwähnt, sollten Sie auch bei der Erstellung Ihres Thumbnails Ehrlichkeit walten lassen. Die Taktik, Zuschauer mit Hilfe von falschen Versprechungen und irreführenden Metadaten zum Schauen Ihres Videos zu bewegen, ist mittlerweile den meisten YouTube-Nutzern bekannt und sorgt eher dafür, dass Sie potenzielle Zuschauer verschrecken. Seien Sie also ehrlich und bleiben Sie bei dem Content, der sich wirklich hinter dem Thumbnail verbirgt.

Zusammenfassung: Das zeichnet einen guten Thumbnail aus

Machen Sie sich beim Ausarbeiten eines Video-Thumbnails jeder Zeit klar, dass dieser wie eine Art kleines Filmplakat für Ihren Video-Content wirkt. Arbeiten sie kreativ und unkonventionell, um das Interesse der Nutzer zu wecken. Hier noch einmal die wichtigsten Anhaltspunkte, wie Ihr Thumbnail aussehen sollte:

  • Klar strukturiert und im Fokus
  • Hell und mit hohen Kontrasten
  • Mit Nahaufnahmen von Gesichtern
  • Visuell ansprechende Bilder
  • Der Vordergrund hebt sich vom Hintergrund ab
  • Zeigt eine Szene, die zum anklicken anregt
  • Fasst den Inhalt gezielt zusammen

Tipp: Wenn Sie die Thumbnails selbst erstellen möchten, Ihnen aber die notwendige, praktische Erfahrung fehlt, schauen Sie YouTube-Tutorials!

Damit Ihnen hierbei keine typischen Fehler passieren, haben wir noch einmal die fünf häufigsten für Sie zusammengestellt.

Fehler #1: Grimassen

Videos mit sprechenden Köpfen sind informativ, persönlich und eine echte Bereicherung für die Videoplattformen. Einen passenden Thumbnail für diese Clips zu erstellen, scheint einige Produzenten dann jedoch nicht mehr sonderlich interessiert zu haben. Nicht immer ist der Gesichtsausdruck beim Sprechen der, der auch im Standbild noch von Professionalität oder geistiger Gesundheit zeugen kann. Suchen Sie also unbedingt nach einem Bild, das eine geeignete Stimmung vermittelt. Bitte lächeln!

Fehler #2: Langeweile

Für den Fall, dass Sie Webinare oder nützliche Screencasts produzieren, sollte Sie jetzt besonders genau lesen: Seien Sie nicht zu ehrlich, wenn es darum geht, den Inhalt Ihres Videos zu repräsentieren. Erläutern Sie beispielsweise Statistiken und Graphen, ergibt sich für Sie kein Mehrwert daraus, eine dieser Grafiken als Thumbnail zu wählen – eher im Gegenteil. Versuchen Sie in diesem Fall, Ihrem Thumbnail durch das Zeigen der Präsentatoren eine persönliche und freundliche Note zu geben.

Fehler #3: Der Chamäleon-Effekt

Vor allem bei auf Webseiten implementierten Videos kommt es nicht selten vor, dass das Bild des Thumbnails und der Play-Button des Web-Players scheinbar ineinander verschmelzen. So wird nicht auf Anhieb deutlich, dass es sich hierbei um ein Video handelt. Hier können Sie beispielsweise in den Einstellungen des Players eine Änderung vornehmen, welche die Play-Bar permanent anzeigen lässt. Außerdem können Sie ein Bild der Play-Bar auch direkt mit in Ihren Thumbnail einbauen.

Fehler #4: Bewegungsunschärfe

Natürlich finden in einem Video viele Bewegungen statt. Entsprechend hoch ist die Chance, dass bei der Generierung eines „Default Thumbnail“, also bei einem automatisch erstellten Thumbnail, ein Bild ausgewählt wird, welches aufgrund einer Bewegung unscharf ist. Das kann den Look einer ganzen Webseite zerstören.
Ein guter Thumbnail sollte immer hohe Qualität suggerieren. Achten Sie also, egal wie viel Bewegung und Agilität Ihr Video enthalt, auf ein scharfes Bild.

Fehler #5: Play-Maske

Dass das wichtigste in Ihrem Video sich in der Bildmitte befinden sollte, ist sicherlich klar. Wenn das dann allerdings vom Play-Button verdeckt wird, ist der Effekt verloren. Vor allem, wenn Sie Gesichter in den Thumbnails zeigen möchten, sollten Sie auf einen geeigneten Bildaufbau achten. Nur so kann jeder Nutzer sehen, was er sehen soll.

Fazit: Tipps beherzigen – Bessere Thumbnails kreieren

Tatsächlich gibt es einiges, was man bei der Erstellung von Thumbnails falsch – oder zumindest nicht optimal – machen kann. Mit dieser Liste an Tipps und Tricks sollte Ihnen das Anfertigen guter Thumbnails in Zukunft aber ein ganzes Stück leichter fallen. Wenn Sie zusätzlich die beliebtesten Fehler vermeiden, dann können Ihre neuen Thumbnails ganz sicher dafür sorgen, dass Ihre Videos häufiger angeklickt werden!

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